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Garten- & Landschaftsbau

Kostentreiber im Garten- und Landschaftsbau: Was ein Projekt aufwendig macht

Was ein Gartenprojekt aufwendig macht, ist meist nicht zu sehen. Der Belag, die Pflanze und der Zaun sind die Dinge, über die gesprochen wird. Der Aufwand steckt in der Zugänglichkeit, in der Erdbewegung, in der Entsorgung und im Aufbau unter der Oberfläche. Wer die Treiber kennt, kann steuern, statt nur zu vergleichen.

Zugänglichkeit ist der größte Hebel

Ob eine Maschine auf die Fläche kommt, entscheidet über den gesamten Zuschnitt einer Baustelle. Ein Garten mit Zufahrt lässt sich mit Gerät bearbeiten, Material wird angefahren, Aushub abgefahren. Ein Garten, der nur über einen schmalen Durchgang oder durch das Haus erreichbar ist, wird von Hand bedient. Jede Schubkarre ist Arbeitszeit.

Dasselbe gilt für Stellflächen. Wenn Material und Container nicht in der Nähe stehen können, entstehen Wege. Wenn ein Container nur kurz stehen darf, entstehen zusätzliche Fahrten. Diese Punkte klingen nebensächlich und schlagen im Aufwand deutlich stärker durch als die Frage, welcher Stein verlegt wird.

Erdbewegung und Entsorgung

Boden ist schwer und teilt sich nicht von selbst. Jeder Kubikmeter, der bewegt, aufgeladen und abgefahren wird, kostet. Deshalb sind Höhenveränderungen, tiefe Aufbauten und Geländemodellierungen die Positionen, die ein Projekt prägen, obwohl am Ende niemand sie sieht.

Die Entsorgung ist der zweite Teil davon. Was den Garten verlässt, muss angenommen werden, und die Annahme richtet sich nach dem Material. Sauberer Boden, Bauschutt, Wurzelwerk und Grünschnitt sind unterschiedliche Stoffe mit unterschiedlichen Wegen. Sind sie vermischt, wird es aufwendiger. Zeigt sich im Aushub etwas Unerwartetes, ändert sich die Grundlage. Genau deshalb steht diese Position in Angeboten so oft im Kleingedruckten, und genau deshalb sollten Sie danach fragen.

Der Unterbau

Unter jeder befestigten Fläche liegt der Teil, der über die Haltbarkeit entscheidet. Tragschicht, Verdichtung und Entwässerung sind der Grund, warum eine Fläche eben bleibt oder sich nach einigen Jahren senkt. Der Aufwand richtet sich danach, was darauf passieren soll: Eine Fläche, die befahren wird, braucht mehr als eine, auf der ein Stuhl steht.

Hier lässt sich am leichtesten sparen und am teuersten. Ein dünnerer Aufbau ist zunächst günstiger und fällt niemandem auf. Sichtbar wird er, wenn die Fläche arbeitet, und dann wird sie geöffnet. Der Unterbau ist die Position, bei der Sparen fast immer eine Verschiebung ist.

Was Sie steuern können

Einige Treiber liegen in Ihrer Hand, andere nicht. Steuerbar sind vor allem:

  • Umfang: Wie groß sind die befestigten Flächen wirklich?
  • Höhen: Bleibt das Gelände, wie es ist, oder wird es verändert?
  • Material: Wird ein Standardmaterial verwendet oder ein Sonderformat?
  • Zuschnitt: Viele Kanten, Rundungen und Anschlüsse bedeuten Zuschnitt und Verschnitt.
  • Termin: Ein Auftrag in der Hochsaison ist anders zu takten als einer außerhalb.
  • Eigenleistung: Räumen, Vorbereiten, Wässern können Sie übernehmen, Fachgewerke nicht.

Der Zuschnitt wird dabei am häufigsten unterschätzt. Eine geschwungene Fläche wirkt auf dem Plan wie eine Formfrage und ist auf der Baustelle Handarbeit. Das ist kein Argument gegen Rundungen, aber ein Grund, sie bewusst einzusetzen.

Eigenleistung realistisch einschätzen

Eigenleistung ist ein legitimer Hebel, aber nur dort, wo sie den Ablauf nicht stört. Sinnvoll ist alles, was zeitlich unabhängig läuft: räumen, entrümpeln, pflanzen nach Anleitung, wässern, pflegen. Kritisch wird es, wenn Ihre Leistung im Bauablauf liegt. Verzögert sich Ihr Teil, steht die Baustelle, und Standzeit kostet.

Ebenfalls kritisch ist geteilte Verantwortung an einem Bauteil. Wenn Sie den Unterbau selbst herstellen und der Betrieb den Belag verlegt, ist die Gewährleistung für die Fläche kaum noch sauber zu trennen. Klären Sie das vorher, nicht danach.

Kurz zusammengefasst

Die Kosten entstehen unter der Oberfläche und auf dem Weg zur Fläche. Zugänglichkeit, Erdbewegung, Entsorgung und Unterbau bestimmen den Aufwand, nicht der sichtbare Stein. Wer sparen will, reduziert den Umfang oder verzichtet auf Sonderformen, aber nicht auf den Aufbau.

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